Ernährungsvorschrift

Ernährungsvorschrift 1

(strenge Form)

 

Vorwiegend vegetarische Kost mit Einschluss der Rohkost.

 

Eine streng vegetarische Kost (rein pflanzliche Nahrung) ist dann Rohkost, wenn sie ohne Hitzeeinwirkung zubereitet wird.

 

Rohkost soll frisch und naturbelassen verzehrt werden. Diese Darreichungsform setzt voraus, dass die Nahrungsmittel nicht gespritzt sind (auch die sogenannten Toleranzzeiten ändern daran nichts!) und dass die Böden biologisch gedüngt und bearbeitet sind.

 

Unter diesen Voraussetzungen stehen zur Verfügung als Nahrungsmittel für diese Vorschrift 1:

Beeren-, Stein- Kern- und Hartschalenobst (Mandeln, Nüsse), kapselartige Früchte (Bananen) und Südfrüchte (Ananas, Datteln, Feigen, Oliven und Zitrusfrüchte (letztere nicht im Übermaß), ferner Körnerfrüchte, Fruchtgemüse (Gurke, Kürbis, Melone, grüner Paprika, Tomate, Wassermelone), Wabenhonig und einige Blatt-, Wild- und Wurzelgemüse wie Radieschen, Rettiche und Karotten.

 

Mechanisch veränderte Lebensmittel einer Rohkost sind Fruchtsäfte, Salate aus Obst und Gemüse, Getreidemahlprodukte und kaltgeschlagene Öle, sowie Schleuder- und Presshonig. Zur fermentativ veränderten Rohkost zählen Rohbreie aus Getreidekörnern und Vollkornschrot, Zubereitungen aus gekeimten Körnerfrüchten und das Sauerkraut.

 

Für Rohkostsalate stehen uns zur Verfügung: Mangold, Spinat, Rosenkohl, Rot- und Weißkohl, Wirsing.

Artischocken, Blumenkohlröschen.

Gurken, Kürbis, Gemüsepaprika, Tomaten, Melonen, Wassermelone.

Ackersalat, Kresse, Endivien, Feld- und Kopfsalat, Chicorée.

Junge grüne Erbsen, Kohlrabi, Spargel, Rhabarber.

Karotten, rote Rüben, Radieschen, Rettiche, Meerrettich, Selleriewurzel, Schwarzwurzel, Zwiebeln, Lauch und Pilze.

An Wildgemüse nehmen wir Löwenzahnblätter und Sauerampfer.

 

Aus dieser Aufstellung ergibt sich, dass auch eine Rohkost-Diät sehr abwechslungsreich und vor allem sehr schmackhaft sein kann.

 

Tierische Produkte sind in diesem Zusammenhang nicht erlaubt.

 

Notwendig ist eine sinnvolle Anwendung von Gewürzen, die einmal den Wohlgeschmack erhöhen und zum anderen eine medizinische Wirkung ausüben! Also: Majoran, Basilikum, Melisse, Pimpinelle, Dill und Kümmel. Paprika in den milden Sorten, Pfeffer mit Bedacht.

 

Diätsalz (R-Salz) oder geringe Mengen Himalaya-Salz und Honig ist erlaubt.

 

Süßigkeiten sind in jeder Form verboten, auch die sogenannten „reformerischen“.

 

Der Fettbedarf des Körpers wird durch die pflanzlichen Fette gedeckt, die aus den Ölfrüchten stammen und in Form dieser oder in Form der Speiseöle verwendet werden. Aber auch hier ist eine weise Beschränkung notwendig.

 

Durch die geänderte Ernährung können Blähungen im Darm entstehen. Bei empfindlichem Darm ist es wichtig, die Ernährung langsam umzustellen.

 

Diese Ernährungsvorschrift ist mindestens drei Wochen streng einzuhalten, besser noch etwas länger. Dann kann langsam umgestellt werden auf die Ernährungsvorschrift 2. Auch diese mindestens drei Wochen einhalten. Danach langsam auf eine normale gesunde Ernährung umstellen. Durch die Umstellungen können im Darm stärkere Blähungen entstehen, die aber bald nachlassen. Eventuell mit Magnesium nachhelfen.

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Ernährungsvorschrift 2

(leichte Form)

Wir setzen die „lacto-vegetabile Kostform“ hier als zweite Stufe einer Diät. Wir verstehen darunter eine fleischfreie Ernährung, die aber schon – und daher der Name – Milch und Milcherzeugnisse in den Plan einbaut. Die lacto-vegetabile Kost lässt zu:

Frisches Obst und Gemüse, das schonend gedämpft werden darf. Kartoffeln nach Möglichkeit als Pellkartoffeln. Dazu Vollkorn- und Vollkornschrotbrote, Weizenbrot, rohe und gekeimte Getreidekörner, Getreideflocken, Reis, Teigwaren, wenig ausgemahlene Mehle aus Getreide und Hülsenfrüchten, vor allem Sojamehl. Weiterhin getrocknete Früchte, roher Rohrzucker, Milchzucker, ferner Milch und Milcherzeugnisse, wie Butter, Quark und sonstige Frischkäse, sowie milde, gereifte Käse, kalt geschlagene Öle.

 

Auch hier ist sorgfältiges Würzen von besonderer Bedeutung!

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