Folsäure

Folsäure.

Mit Erstaunen las ich Veröffentlichungen über die Folsäure, die wohl bewusst nicht besonders der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Im März 2015 waren es die Mediziner der Universität Peking/China und im Februar 2016 folgte die Universität Leeds/England.

Es waren zum Teil noch nicht einmal nur neue Erkenntnisse, sondern auch Bestätigungen aus früheren Forschungsergebnissen. Nur seltsam, dass dann nicht schon frühzeitig die Masse der Bevölkerung ausreichend informiert wurde. Bei mir verstärkt sich der Eindruck, dass einige große Weltkonzerne es lieber haben, wenn noch ein paar Millionen Menschen mehr erkranken, damit mehr Profit mit denen gemacht werden kann.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Folsäure schützt vor Herzinfarkt,Schlaganfall, Krebs und Alzheimer.

Ein großes Problem ist, den täglichen Bedarf an Folsäure zu decken. Die bei uns üblichen Grundnahrungsmittel enthalten zu wenig dieses Vitalstoffs, da auch noch über die Hälfte beim Kochen, Braten oder längerer Lagerung der Lebensmittel verloren geht.

Mit zunehmenden Alter wird die Aufnahme aus dem Darm schlechter und deshalb erreichen Menschen über 65 nur etwa 10% die notwendige Mindestmenge von 0,4 mg Folsäure pro Tag.

Den meisten Menschen ist die Folsäure noch als Vitamin für Schwangere bekannt. In der Schwangerschaft braucht man aber deutlich mehr davon. Deshalb unbedingt die Menge mit dem Arzt besprechen.

Mindestens ebenso wichtig ist die Folsäure aber auch für die älteren Menschen. Bei Mangelerscheinungen wird der gefäßschädigende Stoff Homocystein nicht aus dem Blut entsorgt und schädigt Herz und Gefäße. Die Mediziner in Peking haben bewiesen, das ausreichend vorhandene Folsäure jeden 5. Schlaganfall verhindert.

Die Mediziner der Universität in Leeds konnten nachweisen, dass Alzheimer, Parkinson und Krebs deutlich weniger bei den Probanten entstanden, wenn sie ausreichend mit Folsäure versorgt waren. Es gab weniger Mutationen an der Erbsubstanz DNA und deshalb weniger Erkrankungen dieser Art.

Da Folsäure die Produktion von Gehirnbotenstoffen anregt, schützt sie auch die Nerven und das Gehirn.  Sie fördert die Bildung von Serotonin, Melatonin und Cholin.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt, da überschüssige Folsäure nicht gespeichert sondern ausgeschieden wird. Trotzdem sollte man nicht über 0,8 mg pro Tag gehen oder es vorher mit dem Arzt besprechen. Bei stärkeren Erkrankungen  kann man eventuell eine bestimmte Zeit auch deutlich mehr brauchen.

 

Klaus Höner

Februar 2017