Notiz Nr.7

Da viele meiner Kunden mir geschrieben haben, ich möchte doch zu den in der letzten Zeit in den Medien breitgetretenen negativen Schlagzeilen über die „Alternative Medizin“ Stellung nehmen, werde ich einen kurzen Beitrag dazu leisten.

Normalerweise ist ein Kommentar hierzu überflüssig, denn jeder, der schon mit der Naturheilkunde  wie Homöopathie (insbesondere der Schüßlerschen Biochemie) zu tun hatte und behandelt wurde, weiß über die Wirksamkeit der Behandlungsformen und kann nur mitleidig über diese Veröffentlichungen lächeln.  

Viele plappern nur dumm nach, was mal in einer Fachzeitschrift geschrieben wurde. Aber viele Menschen werden sich doch manchmal die Frage stellen: “Finanzieren und/oder beeinflussen in ihrem Sinn eventuell Interessengruppen aus der Schulmedizin oder Pharmaindustrie diese Veröffentlichungen der Studien über die Naturheilkunde?“ 

Es ist nur beruhigend für uns, dass immer mehr Schulmediziner auch die Naturheilkunde anwenden obwohl sie ja (nach den Behauptungen der ganz Weisen) nicht hilft. Die Hauptsache ist eben, dass die Patienten anschließend gesund sind. Auch wenn dieses nur durch den Placebo-Effekt geschehen ist. Ich bin nur gespannt, wann und wie irgendeine Forschergruppe bei den Tieren diesen Effekt wissenschaftlich erklärt. Vielleicht fangen diese Forscher erst einmal zum Üben bei den kleinen Kindern an.

Kürzlich fand ich in der „Rheinischen Post“ einen Artikel, der mir gefiel. Ich stelle diesen Artikel deshalb meinen Lesern noch einmal zur Verfügung:

Klaus Höner

November 2005

 

Naturheilkunde: Wie wirksam ist sie wirklich? 

VON TORSTEN CASIMIR 

ESSEN  Für die  Naturheilkunde kommt es knüppeldick. Gerade hat eine Titelgeschichte in der angesehenen Fachzeitschrift „Lancet" der Homöopathie ähnliche Wirkungskraft wie Scheinmedikamenten bestätigt, da wartet schon die nächste Hiobsbotschaft: Jetzt spricht eine von der Stiftung Warentest veranlasste Studie von falschen Heilsversprechen  und weitgehender Wirkungslosigkeit. Hauptkritik: Für fast  alle alternativmedizinischen Verfahren gibt es keine belastbaren Untersuchungen, die zeigen, dass die Medizin auch nützt. 

 Herausbekommen hat das Prof. Edzard Ernst von der Universität in Exeter. Ernst, der selbst Inhaber   eines Lehrstuhls für Naturheilkunde ist, hat in etwa 1000 Publikationen zu seinem Arbeitsgebiet ganz überwiegend negative Urteile über alternative Heilmethoden gefällt. 

Das behauptet nun Prof. Gustav Dobos von der Uni Duisburg-Essen, einziger Lehrstuhlinhaber für Naturheilkunde und integrative Medizin in NRW, über seinen britischen Kollegen. Und ergänzt: „Man rätselt, warum das so ist." 

 Dobos hält die Kritik für ungerecht. Die Warentest-Publikation beruhe ausschließlich auf Meta-Analysen, also statistischen Auswertungen von bereits veröffentlichten Studien. Da sei keinerlei klinische Erfahrung eingeflossen. 

 Der Vorwurf einer mangelnden Studienlage für fast alle naturheilkundliche Verfahren treffe zwar zu. Aber die Schlussfolgerung sei „tendenziös und sehr fragwürdig", so Dobos. „Vieles, was noch gar nicht überprüft worden ist, wurde jetzt ohne klinische Expertise als negativ bewertet." 

 Tatsächlich wird naturheilkundliche Medizin erst seit etwa acht Jahren intensiv wissenschaftlich begleitet, und zwar in Amerika. In Deutschland stehe diese Disziplin noch am Anfang. Obwohl Allensbach herausgefunden hat, dass eine große Mehrheit der Deutschen im Krankheitsfall eine Kombinationstherapie aus Schulmedizin und Alternativmedizin bevorzugen würde, gibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft laut Dobos „keinen Cent" für die Erforschung von Alternativen aus. In den USA stünden jährlich 140 Millionen Dollar Staatsgeld dafür zur Verfügung. 

 Im Übrigen, so argumentiert der Essener Experte, seien auch manche Gebiete der Schulmedizin nach den Maßstäben strenger Evidenz nicht ausreichend untersucht. Dennoch würde niemand auf den Gedanken kommen, etwa vor bestimmten Operationsverfahren zu warnen, nur weil sie nicht in kontrollierten und randomisierten Studien auf den Prüfstand gehoben  wurden. „Das ist ja auch methodisch gar nicht möglich. Sie können eben keine Placebo-Operationen machen." 

Ähnliches gilt für die Kinderheilkunde, über die der Ärztepräsident Prof. Jörg-Dietrich Hoppe zu Recht sagt, dass in der Regel keine kontrollierten  Medikamentenstudien vorliegen und der Arzt in seiner Entscheidung von der Wissenschaft allein gelassen werde. Eine Situation, in der viele Behandler dann nach der Devise verfahren: Im Zweifel erst mal „sanfte" Mittel geben.

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